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Thema: Koffer contra Taschen
Angefragt und beantwortet von Ulrich Albert am 12.12.2014 19:30 (1676 gelesen)

Moin,
hier eine kurze Auflistung der Messergebnisse meiner "Ich bau das jetzt alles ab und wiege es einzeln" Aktion.

Um das Für und Wider zu dem Thema:

"Gepäckträger-Geröhr an einem Liegerad durch einen Koffer ersetzen ?"

für meinen aktuellen Fall endgültig zu klären, schraubte ich den ganzen Kram ab, und legte alles einzeln auf die Küchenwaage mit 2 g bzw. 5 g. Auflösung.

Es stellte sich die Frage, ob es sich lohnt an einer Hornet II pro einen großen Sport-Koffer von Novosport zu montieren, und dafür auf das Rohr-Kneul am Heck der Hornet II zu verzichten. Hier das Ergebnis:

Original Hornet-Teile:

1 Heck-Gepäckträger inkl. Schrauben & Licht:

zus.

810 g

2 Seitenstreben für Gepäcktaschen zum Heck-Gepäckträger inkl. Schrauben: je 144gr

zus.

288 g

1 Schutzblech & 2 Schutzblech-Halter inkl. Schrauben:

zus.

320 g

1 Low-Rider incl Schrauben:

zus.

890 g

Eigene Hornet-Teile:

1 Rahmen-Zusatzröllchen inkl. Schrauben, zur Befestigung von Lenkertaschen hinter dem Sitz:

zus.

35 g

Original Ortlieb-Teile:

1 Lenkertaschen-Halter inkl. Schrauben

zus.

181 g

Sonstiges:

1 Blinkendes Rücklicht zur Montage hinter dem Sitz:

zus.

96 g

2 Flaschenhalter zur Montage unter dem Sitz: je 82gr

zus.

164 g

Summe:

2.784 g

Obwohl das Gewicht für einen großen Koffer (Sport 2.800 g oder Tour 3.000 g) damit fast erreicht ist, hat man doch nur die Grundvoraussetzungen geschaffen, jedoch noch keinen wirklichen Stauraum. Für Tages-Touren benötigt man mindestens eine Lenkertasche und eine Trinkflasche:

Original Ortlieb-Teile:

1 Lenkertasche Ultimate 3M Classic 6 Liter zur Montage hinter dem Sitz:

545 g

Original Sigg-Teile:

1 Sigg Trinkflasche, Alu, 0,75 Liter mit Trinkverschluß:

zus.

131 g

Summe:

3.460 g

Mit 3.460g ist das Gewicht eines großen Sport-Koffers (2.800 g) oder eines großen Tour-Koffers (3.000 g) deutlich überschritten, (genau um 660 g bzw 460 g), wobei bis hierher jedoch nur ein Stau-Volumen von 6 Litern für Gepäck und 0,75 Litern für Getränke zur Verfügung steht. Für größere Touren mit mehr Gepäck benötigt man weitere Packtaschen und Trinkflaschen:

Original Sigg-Teile:

1 Sigg Trinkflasche, Alu, 0,75 Liter mit Trinkverschluß:

zus.

131 g

Original Ortlib-Teile:

2 Backroller-Taschen Classic mit je 20 Liter: je 800gr

zus.

1600 g

2 Frontroller-Taschen Classic mit je 12,5 Liter: je 600gr

zus.

1.200 g

Summe:

6.391 g

Mit 6.391 g ist das Gewicht eines großen Sport- o. Tour- Koffers um mehr als das doppelte überschritten, wobei das Stauvolumen mit 71 Litern gerade dem des Sport-Koffers (70 Liter) entspricht. Der Tour-Koffer hat dagegen noch 10 Liter Volumen mehr.

Fazit:
Ich gehe davon aus, dass der Gepäckträger mit Seitenstreben, sowie der Low-Rider, die Flaschenhalter und das Schutzblech immer montiert sind, denn wer bastelt das Zeug schon ständig ab und wieder dran wenn er mal mehr und mal weniger Gepäck dabei hat? Ich jedenfalls nicht.
Wer also nur eine kurze Strecke fährt und dabei rein gar nichts mitnimmt, der schleppt mit einem großen Koffer ca. 20 bis 200 Gramm mehr Gewicht mit sich herum als mit dem Gepäckträger "Geröhr". Der aerodynamische Vorteil eines großen Koffers (min 10%, eher 15% Speed) dürfte das allerdings wieder ausgleichen.
Wer aber etwas mitnehmen möchte, und sei es nur eine Lenkertasche und Eine Trinkflasche für eine Tagestour, der fährt mit sicherlich einem Pfund Weniger Gewicht durch die Landschaft, und kann zusätzlich den aerodynamischen Vorteil des Koffers nutzen.
Wer mehr Stauraum braucht, der kann mit einem großen Koffer deutlich mehr als die Hälfte des Gewichts sparen, welches er zu Bereitstellung des Volumens mit Gepäckträger und Taschen benötigt. In Zahlen: 2,8 bis 3,0 kg für einen großen Koffer, plus den aerodynamischen Vorteil, anstatt 6,4 kg für "Geröhr". An alle die jetzt "halt" gerufen haben: Ich weiß, ich weiß, es gibt leichtere Taschen, leichtere Flaschen-Halter und Flaschen, leichtere Schutzbleche u.s.w.
Ich habe aber nun mal diese, und leichte müsste ich kaufen. So what! Warum das Geld dann nicht gleich in einen Koffer investieren. Der Fairness halber will ich die Nachteile eines Koffers nicht unterschlagen:
Sie sind laut, man kann sie nicht einfach so abnehmen und ins Hotel mitnehmen, und wenn das Rad umfällt, dann zerkratzen sie. Außerdem ist Schluss, wenn der Koffer voll ist, denn man kann nicht unbegrenzt draufstapeln, oder dranschnallen wie bei Packtaschen.
Dennoch: Der Vorteil an Gewicht und Aerodynamik ist nicht zu bestreiten, und kaum durch etwas anders auszugleichen.

By so, Olav. --

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